Montag, 31. Oktober 2011

Glanzvolles Finale auf der Neuen Bult

Auf die Perspektive kommt es an   Foto: Born-Kraëff
Der letzte Renntag der Saison auf der Neuen Bult bot noch einmal alles, was die Faszination Galoppsport ausmacht. Strahlendes Herbstwetter, 10.200 gut gelaunte Besucher und ein sportliches Angebot, bei dem mit drei Listenrennen ein sportlicher Höhepunkt den nächsten jagte, machte den „Renntag der Gestüte“ zu einer glanzvollen Angelegenheit.

Aus Hannoverscher Sicht begann der Renntag fulminant. Der auf der Neuen Bult ansässige Trainer Hans - Jürgen Gröschel gewann mit der zweijährigen Wasimah mit Wladimir Panov im Sattel den Hoffnungspreis der Freunde vom Gestüt Kerbella, um gleich anschließend im Prof. Dr. Hans Merkt Erinnerungsrennen nach dem Sieg von The Danzig Factor, geritten von Terence Hellier, nochmals auf dem Siegertreppchen zu stehen, während der ebenfalls von Gröschel aufgebotene Ipos hinter der von Uwe Stech trainierten Titania dritte wurde.

Damit war es mit den Erfolgen aus Hannoverscher Sicht noch nicht genug. Im Tiger Hill Rennen siegte Esperanza unter Andrasch Starke, die zwar in Warendorf von Torsten Mundry vorbereitet wird, jedoch in den Farben des Stalles Kokenhof antritt, hinter dem sich niemand anderes als Hannover 96 Präsident Martin Kind verbirgt.

Danach ging es Schlag auf Schlag. Zur ersten Listensiegerin des Tages avancierte Paraisa aus dem Stall von Andreas Wöhler im Großen Preis vom Gestüt Burg Eberstein. In dieser mit 20.000 Euro dotierten Prüfung setzte sich nach 1600 Metern Paraisa unter Edurado Pedroza gegen die aus Krefeld aus dem Stall von Mario Hofer angereisten Enjoy The Life und So Smart aus dem Quartier von Jens Hirschberger durch. Paraisa trat in den Farben des Gestüts Fährhof an und sorgte mit ihrem Erfolg für eine Titelverteidigung, denn schon vor einem Jahr wurde von dem Team Wöhler/Pedroza/Gestüt Fährhof mit Paragua die Siegerin in dieser Prüfung gestellt.

Über 1400 Meter stand mit dem Großen Preis der Mehl-Mülhens Stiftung das nächste Rennen an, in dem es nicht nur 20. 000 Euro zu verteilen gab, sondern auch das für die Zucht so begehrte Black Type. In dieser Aufgabe überraschte als 123:10 Außenseiterin Etive, im Besitz von Scheich Mohammend, die Henri-Alex Pantall aus Frankreich nach Hannover geschickt hatte. Etives Reiter Fabrice Veron: „Das war ein tolles Rennen, was sich für Etive von Anfang an gut entwickelt hat.“ Auf Platz zwei landete in dieser Prüfung Western Mystic mit dem in Hannover tätigen Wladimir Panov im Sattel, während die 43:10 Favoritin Reine Heurese als Dritte über die Linie ging.

Als letzter Tageshöhepunkt stand der Große Preis der Jungheinrich Gabelstapler an. Auch dieses Listenrennen war den Stuten vorbehalten und mit 20.000 Euro dotiert, forderte allerdings mit der Distanz von 2200 Metern Stehvermögen von den Teilnehmerinnen. Hier hatte der Kölner Erfolgstrainer Peter Schiergen, der Anfang Oktober auch Danedream auf den sensationellen Erfolg in Prix de l`Arc de Triomphe vorbereitet hatte, gleich fünf chancenreiche Starterinnen in das Rennen geschickt. Letztendlich belegte Schiergen mit Lagalp und Nicea auch die Plätze zwei und drei, nur der Sieg ging überraschend nach Berlin. Der in der Hauptstadt ansässige Trainer Roland Dzubasz war mit der Außenseiterin Kasumi angetreten, die auf Sieg 195 Euro für 10 Euro Einsatz zahlte und von Alexander Pietsch gesteuert wurde. Roland Dzubasz: „Ich hatte schon Respekt vor den Gegnern, aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt und wir haben gewonnen!“

Apropos Danedream. Die sensationelle Arc-Siegerin bekam am letzten Renntag in Hannover unweit ihrer Geburtsstätte Gestüt Brümmerhof, das von Rennvereinspräsident Gregor Baum und seiner Frau Julia betrieben wird, eine gesonderte Ehrung, die sich die vielen Fans nicht entgehen ließen und noch einmal unter dem Kommentar von Danedream-Reiter Andrasch Starke den Sieg im Bois de Boulogne miterleben konnten.

Der Wettumsatz betrug beim Saisonfinale 239.233,50 Euro. HRV-Präsident Gregor Baum: "Wir bedanken uns bei den Zuschauern für den enormen Zuspruch in dieser Saison und natürlich auch bei unseren Sponsoren für die tolle Unterstützung."

Donnerstag, 27. Oktober 2011

Großartiges Saisonfinale auf der Neuen Bult

Deutschlands beste Vollblutgestüte, Galopptrainer und Jockeys sind beim Renntag der Gestüte (30. Oktober ab 11:30 Uhr) dabei. Drei Listenrennen für die vierbeinigen Ladies werden an diesem Nachmittag entschieden, von denen jedes mit 20.000 Euro dotiert ist. Der Große Preis vom Gestüt Burg Eberstein über 1600 Meter richtet sich an zweijährige Stuten. Die von Jens Hirschberger für Georg Baron von Ullman trainierte So Smart geht mit Jockey Filip Minarik ins Rennen und sollte gute Chancen besitzen.  Dreijährige und ältere Stuten messen sich im Großen Preis Jungheinrich Gabelstapler über 2200 Meter. Hier nimmt es ein Bult-Duo mit zwei Scheich-Stuten auf: Leopardin aus dem Stall von Hans-Jürgen Gröschel hat Wladimir Panov im Sattel, Staying Alive aus dem Sprengel-Stall geht mit Altmeister Viktor Schulepov an den Start. Beide wollen den Vertreterinnen von Scheich Mohammed al Maktoum die Eisen zeigen. Doch sowohl Callipatria mit Fabrice Veron als auch Tidespring mit Gaëtan Masure reisen mit tadellosen Formen nach Hannover. Deren Trainer Henri-Alex Pantall hat dann nochmals die Chance auf einen lukrativen Sieg. Im Großen Preis der Mehl - Mülhens Stiftung für dreijährige und ältere Stuten (1400 Meter) bringt er Scheich Mohammeds Etive mit ihrem ständigen Jockey Fabrice Veron an den Start. In dieser Prüfung lockt die Wettchance des Tages mit garantierter Auszahlung von 10.000 Euro in der Viererwette. Neben den drei Listenrennen gibt es sieben weitere Flachrennen, wobei drei Rennen mit der Höchststarterzahl von 16 Pferden gelaufen werden. Insgesamt erleben die Zuschauer 144 Vollblüter in Aktion, so viele wie seit dem Jahr 2000 nicht — Jahresrekord für die Neue Bult!

Außerdem erwartet die Zuschauer eine Sonderschau, gewidmet der sensationellen Siegerin im Prix de l‘Arc de Triomphe, der Superstute Danedream. Danedream stammt aus der Zucht des Gestüts Brümmerhof von HRV-Präsident Gregor Baum und seiner Frau Julia und ist die beste Rennstute der Welt. Das legten die für die Weltrangliste zuständigen internationalen Wertungsrichter in Paris fest.

Andrasch Starke, der Siegerjockey von Danedream wird vor Ort sein, Autogramme geben, und in einem Interview mit Moderator Klaus Göntzsche die entscheidenden Phasen des Rennens Revue passieren lassen. Bei einer Aufzeichnung des Rennens, das auf einer Großbildleinwand und auf allen Rennbahn-Monitoren noch einmal gezeigt wird, können die Rennsport-Fans den grandiosen Triumph des schnellsten Pferdes der Welt noch einmal genießen. An einem Verkaufsstand werden preisgünstige Danedream-Fanartikel angeboten, so daß sich jeder ein Stückchen Arc-Sieg mit nach Hause nehmen kann.

Abgerundet wird der Renntag durch ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm mit großem Kinderland und vielen weiteren Attraktionen für die ganze Familie. Ein Rennen mit Shetlandponies ist den Kleinen vorbehalten und läuft mit einer Tombola, bei der u.a. Familieneintrittskarten für das Rasti-Land Salzhemmendorf und Kinder-Eintrittskarten für den Erlebnis–Zoo Hannover zu gewinnen sind. Bei der Wettnietenverlosung locken Eintrittskarten für die Gala – Nacht der Pferde und Eintrittskarten für die Messe Pferd & Jagd, jeweils auf dem Messegelände Hannover, sowie wertvolle Wettgutscheine.

Der Hannoversche Rennverein e.V. freut sich auf einen spannenden spätherbstlichen Renntag mit großartigem Galoppsport und packenden Endkämpfen. Bis zum Frühjahr 2012 ist es die letzte Gelegenheit, die einzigartige Atmosphäre auf der Neuen Bult zu genießen.

Freitag, 21. Oktober 2011

Saisonfinale mit Rekord-Run auf die Neue Bult

Danedream mit Andrasch Starke gewinnt den Qatar Prix de l'Arc de Triomphe in Longchamp


















Das gab‘s noch nie! Genau 242 Rennpferde wurden für den "Renntag der Gestüte" (30. Oktober ab 11:30 Uhr) angemeldet. Nun tritt ein Ausscheidungsverfahren in Kraft, denn pro Rennen dürfen auf der Galopprennbahn Neue Bult höchstens 16 Pferde starten. Die wesentlichen Kriterien für das Verfahren sind die bisherige Gewinnsumme und die aktuelle Form. So ist sichergestellt, daß in ihrer jeweiligen Klasse die besten Pferde ins Rennen gehen.

Außerdem erwartet die Zuschauer eine Sonderschau, gewidmet der sensationellen Siegerin im Prix de l‘Arc de Triomphe, der Superstute Danedream. Andrasch Starke, der Siegerjockey von Danedream wird vor Ort sein und in einem Interview mit Moderator Klaus Göntzsche die entscheidenden Phasen des Rennens Revue passieren lassen. Bei einer Aufzeichnung des Rennens, das auf einer Großbildleinwand noch einmal gezeigt wird, können die Rennsport-Fans den grandiosen Triumph des schnellsten Pferdes der Welt noch einmal genießen.

Im Mittelpunkt des Renntages stehen drei Listenrennen für die vierbeinigen Ladies, jeweils dotiert mit 20.000 Euro. Die Rennen richten sich an zweijährige Stuten (1600 Meter), vierjährige und ältere Stuten (2200 Meter) sowie dreijährige und ältere Stuten (1400 Meter). Neben den drei Listenrennen werden sieben weitere Flachrennen ausgetragen.

Außerdem erwartet die Zuschauer ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm mit großem Kinderland und vielen weiteren Attraktionen für die ganze Familie. Der Hannoversche Rennverein e.V. freut sich auf einen spannenden spätherbstlichen Renntag mit großartigem Galoppsport und packenden Endkämpfen. Bis zum Frühjahr 2012 ist es die letzte Gelegenheit, die einzigartige Atmosphäre auf der Neuen Bult zu genießen.

Mittwoch, 5. Oktober 2011

Danedream schreibt Turfgeschichte

Köln, 02. Oktober 2011/Es war eine mutige Entscheidung Danedream im Qatar Prix de l'Arc de Triomphe nachzumelden. Am Ende war es ein überwältigender Sieg im Pariser Monster-Rennen. Hier haben alle Beteiligten alles richtig gemacht!
Wer am am 4. September 2011 in Iffezheim beim Grossen Preis von Baden dabei war, der konnte sich ein Bild von Dandream und ihrem aussergewöhnlichen Talent machen. Die Lomitas-Stute setzte damals im Schlussbogen zum Sprint an und war in ein paar Galoppsprüngen an der tapferen Night Magic vorbei. Heute nun hat die zierliche Stute mit dem riesigen Herz aus der Zucht des Gestüt Brümmerhof Turfgeschichte geschrieben. 36 Jahre sind vergangen als Star Appeal für Deutschland im Prix de l'Arc de Triomphe als Erster über die Ziellinie galoppiert ist.
Heute, am 2. Oktober 2011 war es dann endlich wieder soweit. Danedream machte Turfdeutschland glücklich!  Nach einem Meisterritt des fünffachen deutschen Championjockeys Andrasch Starke, zündete die Lomitas Tochter in der Zielgeraden den Turbo und los ging es. Überlegen gewann sie den Prix de l'Arc de Triomphe und deklassierte die anderen Pferde zu Statisten. Ein großer Tag für Turfdeutschland, Andrasch Starke, Peter Schiergen das Gestüt Burg Eberstein, das Gestüt Brümmerhof und Danedreams gesamtes Team.
So emotional hat man Andrasch Starke wahrscheinlich noch nie erlebt. Dieser 2. Oktober 2011 wird für ihn sicherlich unvergesslich bleiben. "Diesen Tag kann mir keiner mehr nehmen!" sagte er noch sichtlich bewegt im Siegerinterview.
In Frankreich glaubte keiner so richtig an den Sieg der deutschen Stute, am Toto wurde sie dementsprechend wenig beachtet. Glück für ihre Fans!
Danedream hat mit ihrem Sieg die schnellste Zeit, die je in dieser Prüfung gelaufen wurde, geschafft. In 2 Minuten 24,49 Sekunden hat bislang noch niemand diese Prüfung gewinnen können. Fünf Längen Vorsprung legte sie zwischen sich und Shareta (A. De Royer Dupré ; T. Jarnet). Platz drei holte sich Snow Fairy (E. A. L. Dunlop; L. Dettori).  Danedream schraubte damit ihre Gewinnsumme um sage und schreibe 2.285.600 Euro nach oben!
Quelle: GermanRacing.de